Online-Kredit ja oder nein: diese 7 Faktoren entscheiden

Online-Kredite erfreuen sich immer mehr Beliebtheit. Bequem von zu Hause aus beantragbar, locken sie mit schnellen Genehmigungen und attraktiven Konditionen. Doch was entscheidet wirklich über ein Ja oder Nein? Es sind spezifische Faktoren, die sowohl die individuelle finanzielle Situation als auch die Kriterien der Kreditgeber umfassen. Nachfolgend sieben Schlüsselfaktoren, die eine tragende Rolle bei der Genehmigung von Online-Kreditanträgen spielen.

1. Kreditwürdigkeit – Mehr als nur eine Zahl?

Kreditwürdigkeit ist der Dreh- und Angelpunkt bei Kreditentscheidungen. Es geht hierbei nicht nur um eine bloße Zahl, sondern um eine Bewertung einer finanziellen Zuverlässigkeit. Kreditgeber nutzen diese Bewertung, um das Risiko eines Kreditnehmers einzuschätzen. Ein guter Score öffnet Türen zu besseren Konditionen, während ein niedrigerer Score zu höheren Zinsen oder sogar zur Ablehnung führen kann.

Wie Kredit-Scores berechnet werden

Die Berechnung eines Kredit-Scores kann komplex erscheinen, aber sie folgt bestimmten Kernkriterien. Kredit-Scores sind entscheidend, da sie Ihre finanzielle Geschichte und Zuverlässigkeit widerspiegeln. Sie werden von Kreditauskunfteien unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren erstellt:

  • Zahlungshistorie: Pünktliche Zahlungen verbessern den Score, während Versäumnisse und Ausfälle ihn senken.
  • Kreditnutzung: Ein niedrigeres Verhältnis von genutztem Kredit zu verfügbarem Kredit wirkt sich positiv aus.
  • Kreditgeschichte: Eine längere Kreditgeschichte kann zu einem höheren Score führen.
  • Neue Kredite: Häufige Kreditanfragen und neue Kreditkonten können sich negativ auswirken.
  • Kreditmix: Eine Vielfalt an Kreditarten (z.B. Hypothek, Autokredit) kann positiv sein.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Faktoren in Kombination wirken. Ein starker Score resultiert aus einer ausgewogenen und verantwortungsvollen Kreditnutzung über die Zeit.

2. Einkommensstabilität

Einkommensstabilität ist ein zentraler Faktor bei der Beurteilung von Kreditanträgen. Kreditgeber suchen nach Nachweisen eines regelmäßigen und zuverlässigen Einkommens, das die Fähigkeit zur Rückzahlung des Kredits untermauert. Ein stabiles Einkommen vermittelt Sicherheit und verringert das Ausfallrisiko für den Kreditgeber. Dabei werden nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch dessen Kontinuität und Quelle bewertet.

Unterschiedliche Einkommensarten und deren Einfluss

Festgehalt ist oft der Goldstandard in der Kreditbewertung. Es steht für ein beständiges, vorhersehbares Einkommen, das Kreditgebern Sicherheit bietet. Ein regelmäßiges Gehalt aus einer Festanstellung minimiert das wahrgenommene Risiko eines Kreditausfalls.


Selbstständiges Einkommen wird anders bewertet, da es oft als weniger vorhersehbar gilt. Kreditgeber können zusätzliche Dokumente wie Einkommenssteuererklärungen oder Gewinn- und Verlustrechnungen verlangen, um die Stabilität und Nachhaltigkeit des Einkommens zu beurteilen.

Einkommen aus Mieten, Investitionen oder anderen Quellen wird ebenfalls berücksichtigt. Solche Einkommensarten können die finanzielle Flexibilität erhöhen, erfordern aber oft zusätzliche Nachweise zur Bestätigung ihrer Beständigkeit und Höhe.

3. Beschäftigungsstatus

Der Beschäftigungsstatus ist ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Bewertung von Kreditanträgen. Kreditgeber betrachten Festanstellungen als Zeichen von finanzieller Stabilität und geringerem Risiko. Selbstständige oder freiberufliche Tätigkeiten können aufgrund ihres potenziell unregelmäßigen Einkommens skeptischer gesehen werden. Langfristige Beschäftigungsverhältnisse sind besonders vorteilhaft, da sie Kontinuität und eine zuverlässige Einkommensquelle signalisieren.

Wie zuvor erwähnt, wird ein festes Gehalt als stabiler und berechenbarer angesehen, was das Risiko für den Kreditgeber verringert. Selbstständige können jedoch auch erfolgreich Kredite beantragen, wenn sie solide Nachweise über ihr Einkommen und dessen Beständigkeit erbringen können.

4. Verschuldungsgrad – Weniger ist mehr

Ein niedriger Verschuldungsgrad verbessert die Aussichten auf eine Kreditgenehmigung erheblich. Kreditgeber bewerten das Verhältnis von bestehenden Schulden zu Einkommen, um das Risiko einer Überschuldung einzuschätzen. Ein geringerer Verschuldungsgrad signalisiert eine höhere Kapazität für zusätzliche Kreditverpflichtungen, was die Wahrscheinlichkeit einer positiven Kreditentscheidung erhöht.

Tipps zum Abbau bestehender Schulden

  1. Priorisierung der Schulden nach Zinssätzen: Beginnend mit den Schulden mit den höchsten Zinsen, um Gesamtzinszahlungen zu reduzieren.
  2. Erstellen eines Budgets: Ein detaillierter Budgetplan hilft, Ausgaben zu kontrollieren und Geld für Schuldentilgung freizusetzen.
  3. Zusätzliche Zahlungen: Selbst kleine, zusätzliche Zahlungen können die Gesamtschuldenlast und die Laufzeit der Rückzahlung erheblich reduzieren.
  4. Schuldenkonsolidierung: Zusammenfassen mehrerer Schulden zu einem Kredit mit niedrigeren Zinsen kann die monatliche Belastung verringern und die Übersicht erleichtern.

5. Der Einfluss des Kontoverhaltens

Kurz und knapp: Regelmäßige, pünktliche Zahlungen und ein ausgeglichenes Konto wirken sich positiv aus. Häufige Überziehungen oder ungedeckte Schecks hingegen signalisieren finanzielle Instabilität und erhöhen das Risiko für den Kreditgeber. Ein solides Kontomanagement stärkt das Vertrauen in die Rückzahlungsfähigkeit des Kreditnehmers.

Was Bankauszüge über uns verraten

Bankauszüge bieten Kreditgebern Einblick in das finanzielle Verhalten. Sie zeigen Einnahmen, Ausgabenmuster und wie oft das Konto überzogen wird.

Regelmäßige Eingänge wie Gehälter bestätigen Einkommensangaben, während Ausgaben Aufschluss über Lebenshaltungskosten und finanzielle Verpflichtungen geben.

6. Die Rolle von Sicherheiten bei Online-Krediten

Bei Online-Krediten können Sicherheiten das Risiko für den Kreditgeber reduzieren und die Kreditbedingungen verbessern. Unterschiedliche Sicherheiten haben dabei verschiedene Wertigkeiten:

  • Immobilien: Oft als hochwertigste Sicherheit angesehen, können sie zu niedrigeren Zinsen führen.
  • Fahrzeuge: Weniger wertstabil als Immobilien, aber immer noch eine gängige Sicherheit.
  • Wertpapiere oder Spareinlagen: Diese können als Sicherheit dienen, deren Wert hängt jedoch von Marktbedingungen ab.

Die Wahl der Sicherheit beeinflusst maßgeblich die Konditionen und Genehmigungschancen des Kredits.

7. Das bisherige Kreditverhalten

Eine Geschichte pünktlicher Rückzahlungen und verantwortungsvoller Kreditnutzung stärkt das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit. Umgekehrt können verspätete Zahlungen, Kreditausfälle oder ein Übermaß an offenen Kreditlinien Zweifel an der Fähigkeit zur Schuldentilgung wecken. Diese Kredithistorie bildet somit eine wesentliche Grundlage für die Beurteilung zukünftiger Kreditanträge.